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Leistung · Für Museen, Ausstellungen und Hochschulen

Serious Games und Lernspiele

Ein Serious Game ist ein Spiel, das etwas vermitteln soll: Man entscheidet selbst und sieht, was daraus folgt. Wir entwickeln solche Lernspiele für Museen, Ausstellungen und Hochschulen, als digitale Spiele im Browser, die auf dem Handy, am Computer und an der Medienstation laufen.

Projekt anfragen Beispiel Waldzeit ansehen

Waldzeit auf dem Handy: Zeitreise mit Baumarten, Kennzahlen und Zeitregler Waldzeit auf dem Handy: Ergebnis mit dem eigenen Wald im Jahr 2100 Waldzeit auf dem Handy: Startbildschirm mit dem Waldstück als Miniatur-Diorama

01 Begriff

Was ist ein Serious Game?

Ein Spiel mit einem ernsthaften Zweck. Unterhaltsam darf es trotzdem sein.

Der Begriff Serious Game bezeichnet Spiele, deren erster Zweck nicht die Unterhaltung ist, sondern Lernen, Üben oder Verstehen. Wer spielt, probiert aus, macht Fehler ohne Risiko und versucht es noch einmal. Ein gutes Serious Game veranschaulicht so einen Zusammenhang, den ein Text nur behaupten kann: Was passiert, wenn ich das hier ändere?

Das Spiel versetzt die Spielenden in eine Rolle oder eine Lage, die sie sonst nicht erleben. Sie treffen Entscheidungen, sehen die Folgen und denken darüber nach, warum es so gekommen ist. Das hält bei der Sache, und genau das unterscheidet ein Spiel von einer Erklärtafel.

Serious Game, Gamification oder Game-based Learning?

Die drei Begriffe werden oft vermischt. Gamification baut einzelne Spielelemente wie Punkte, Abzeichen oder Ranglisten in etwas ein, das selbst kein Spiel ist. Game-based Learning, also Lernen mit digitalen Spielen, nutzt ein ganzes Spiel für den Unterricht, die Hochschullehre oder den Workshop. Serious Games sind die Spiele, die genau dafür gebaut werden.

02 Beispiele

Welche Serious Games gibt es?

Sechs typische Arten. Viele Spiele verbinden mehrere davon, Waldzeit zum Beispiel Simulation und Erkunden.

  • Simulation

    Man stellt etwas ein und sieht die Folgen über Jahre oder Jahrzehnte, etwa bei Klima, Wald, Verkehr oder Wirtschaft. Zusammenhänge, die man sonst nur aus Diagrammen kennt, werden erlebbar.

  • Planspiel und Rollenspiel

    Die Spielenden übernehmen eine Rolle und müssen abwägen. Gute Planspiele zeigen Dilemmata, bei denen es keine einfache richtige Antwort gibt, und machen ethische Fragen greifbar.

  • Training

    Abläufe üben, bevor es ernst wird, etwa Erste Hilfe, Brandschutz oder einen Notfall in der Notaufnahme. Das Spiel gibt sofort Rückmeldung, und ein Fehler kostet nichts.

  • Erkunden

    Ein Ort, eine Sammlung oder ein Datensatz wird zur Spielwelt, die man im eigenen Tempo entdeckt. Gut geeignet für Ausstellungen, in denen nicht jeder denselben Weg geht.

  • Rätsel und Quiz

    Rätsel, Quizrunden oder ein Escape-Game fragen Wissen spielerisch ab. Sie lassen sich gut mit Stationen in der Ausstellung oder einer Unterrichtsstunde verbinden.

  • Spiele, die sensibilisieren

    Kurze Spiele zu Themen wie Fake News, Datenschutz oder Barrieren im Alltag. Sie zielen weniger auf Wissen als auf Verhalten und Haltung.

03 Einsatz

Für Ausstellung, Hochschule und Unterricht

Jeder Ort stellt eigene Anforderungen an ein Spiel. Danach richten wir es aus.

In der Ausstellung

An der Medienstation braucht ein Spiel einen klaren Anfang und ein klares Ende. Waldzeit hat dafür einen Stationsmodus mit Startbildschirm, größeren Bedienelementen und Rücksetzen, wenn niemand mehr spielt. Nach dem ersten Laden läuft es auch ohne Netz.

In Hochschule und Forschung

Ein Serious Game kann Daten für die wissenschaftliche Auswertung liefern, wenn die Spielenden einwilligen. Waldzeit erfasst dann anonym 28 Arten von Ereignissen, bewertet jede Sitzung als auswertbar, teilweise auswertbar oder nicht auswertbar und exportiert die Daten als CSV. Die Auswertungsansicht ist auf vier Forschungsfragen ausgerichtet, etwa: Pflanzen die Menschen anders, wenn sie es ein zweites Mal versuchen?

In Schule und Unterricht

Weil das Spiel im Browser läuft, muss auf den Rechnern oder Tablets der Schule nichts installiert werden. Link oder QR-Code genügt, eine Anmeldung gibt es nicht. Eine Runde Waldzeit dauert 5 bis 20 Minuten und lässt damit Zeit für das Gespräch danach.

04 Leistungen

Was wir für Ihr Lernspiel tun

Von der Spielidee bis zum Betrieb. Sie bringen das Fachwissen mit, wir machen ein Spiel daraus.

  • Spielidee und Ablauf

    Was sollen die Spielenden am Ende verstanden haben? Daraus entsteht die Spielmechanik: ein Ablauf mit klarer Herausforderung und einem Ende, das etwas zeigt.

  • Modell und Simulation

    Hinter einem guten Spiel steckt ein Modell, das stimmt. In Waldzeit rechnet ein Waldmodell mit Baumarten, Altersklassen, Dürre, Käfern, Sturm und Brand. Die Fachaussagen haben wir gegen Quellen der forstlichen Versuchsanstalten geprüft.

  • Gestaltung

    Eine eigene Bildwelt, nicht nur Diagramme. Waldzeit zeigt den Wald als Miniatur-Diorama, das sich für jedes Jahrzehnt aus dem Modell neu zusammensetzt.

  • Programmierung

    Ein interaktives Spiel in HTML, CSS und JavaScript, mit einem schlanken Server dahinter. Es passt sich vom Handy bis zum großen Bildschirm an.

  • Barrierefreiheit

    Per Tastatur spielbar, mit Texten für Screenreader, einer Datentabelle zu jedem Diagramm und reduzierter Bewegung für alle, die das brauchen.

  • Auswertung und Betrieb

    Anonyme Auswertung nur mit Einwilligung, Export als CSV, Betrieb auf unserem Server in Deutschland oder bei Ihnen. Den Quellcode bekommen Sie.

05 Beispiel

Waldzeit: ein Spiel über den Wald von morgen

Man bepflanzt ein Waldstück, spult 75 Jahre vor und sieht, was Dürre, Käfer und Sturm daraus machen.

Eigenentwicklung

  • Startbildschirm von Waldzeit auf dem Handy: ein Waldstück als Miniatur-Diorama im Jahr 2070, darunter der Knopf „Los geht’s“ und der Hinweis „5 bis 20 Minuten, ohne Anmeldung“.
    StartMan entscheidet, was hier wächst. Dann spult man 75 Jahre vor.
  • Zeitreise in Waldzeit: Weg 3 von 4, „Klimawald pflanzen“. Schilder zeigen die Anteile der Baumarten, darunter die Kennzahlen Klima, Vielfalt, Holz und Stabilität und der Zeitregler bis 2100.
    ZeitreiseDürresommer, Käfer und Sturm, Jahrzehnt für Jahrzehnt bis 2100.
  • Ergebnis in Waldzeit: der eigene Wald im Jahr 2100 mit einem Regler zum Vergleich mit 2025 und der Bewertung „54 von 100“ für die gewählten Ziele.
    ErgebnisDer eigene Wald im Jahr 2100, verglichen mit dem Start und den eigenen Zielen.

Waldzeit ist unsere Eigenentwicklung, ohne Auftraggeber gebaut und öffentlich spielbar. Die eigenen Bäume wachsen, welken, stürzen im Sturm oder verbrennen. Tiere tauchen nur auf, wenn der Wald zu ihnen passt: der Specht erst mit Totholz, der Hirschkäfer nur an alten Eichen. So wird Artenvielfalt etwas, das man sieht, und nicht nur eine Zahl.

Waldzeit spielen (waldzeit.lichtbestand.de) Projekt Waldzeit im Detail

06 Merkmale

Was ein Lernspiel bei uns mitbringt

Gezeigt an Waldzeit. Was Ihr Spiel davon braucht, legen wir gemeinsam fest.

  • Läuft im Browser, ohne Installation und ohne Anmeldung
  • Stationsmodus für die Ausstellung, auch ohne Netz
  • Per Tastatur spielbar, gebaut mit dem Ziel WCAG 2.2 AA
  • Anonyme Auswertung nur mit Einwilligung, Export als CSV
  • Rückmeldung am Ende: wie die anderen gespielt haben, aus anonymen Summen ab zehn Wäldern
  • Waldklang mit Wind, Vogelstimmen und Spechttrommeln, den der Browser selbst erzeugt, ohne eine einzige Tondatei
  • Die Ergebnisse sind ein Lernmodell, keine Prognose, und das steht auch so im Spiel

07 Technik

Die Technik dahinter

Schlank, offen und ohne Dienste Dritter. Am Beispiel Waldzeit.

Oberfläche
HTML, CSS und JavaScript ohne Framework und ohne Build-Schritt, angepasst von 360 Pixel Breite bis zum Großbildschirm
Server
Python-Standardbibliothek und SQLite, Schnittstellen für Ereignisse, Löschung und Export als JSON und CSV
Ohne Netz
Nach dem ersten Besuch läuft das Spiel offline (Service Worker), auf Tablets lässt es sich als App installieren
Betrieb
Eigener Server in Deutschland: nginx mit HTTPS, Ratenbegrenzung und strenger Content-Security-Policy
Datenschutz
Einwilligung vor jeder Speicherung, keine personenbezogenen Daten, keine Cookies, keine Zugriffsprotokolle mit IP-Adressen
Prüfung
Automatischer Test mit axe-core auf allen Bildschirmen ohne Verstöße

08 Fragen

Häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns

Was ist der Unterschied zwischen Serious Games und Gamification?

Gamification baut einzelne Spielelemente wie Punkte, Abzeichen oder Ranglisten in etwas ein, das selbst kein Spiel ist. Ein Serious Game ist dagegen ein ganzes Spiel mit Regeln, Herausforderung und Ende, das von Anfang an für einen ernsthaften Zweck gebaut wird: lernen, üben oder verstehen.

Wo kann man ein Serious Game einsetzen?

Überall dort, wo Menschen etwas verstehen sollen, das sich schwer erklären lässt: in der Ausstellung, in der Hochschullehre, im Unterricht, im Workshop oder in der Weiterbildung. Weil unsere Spiele im Browser laufen, genügt ein Link oder ein QR-Code.

Läuft das Spiel an einer Medienstation?

Ja. Waldzeit hat einen Stationsmodus mit Startbildschirm und größeren Bedienelementen, setzt das Spiel zurück, wenn niemand mehr spielt, und läuft nach dem ersten Laden auch ohne Netz. Auf Tablets lässt es sich als App installieren.

Kann man auswerten, wie gespielt wird?

Ja, wenn die Spielenden einwilligen. Waldzeit erfasst dann anonym, was im Spiel passiert, bewertet jede Sitzung und exportiert die Daten als CSV. Ohne Einwilligung wird nichts gespeichert, und personenbezogene Daten fallen nicht an.

Kann ein Lernspiel barrierefrei sein?

Ja. Wir bauen mit dem Ziel WCAG 2.2 AA. Waldzeit ist komplett per Tastatur spielbar, auch im Wald selbst: Mit den Pfeiltasten geht es von Baum zu Baum. Dazu kommen Texte für Screenreader, eine Datentabelle zu jedem Diagramm und eine ruhige Darstellung mit reduzierter Bewegung.

Was kostet ein Serious Game?

Das hängt vor allem vom Umfang des Spiels ab, von den Inhalten und davon, wie genau das Modell dahinter sein muss. Was den Aufwand bestimmt, erklären wir auf der Seite App entwickeln lassen. Nach dem ersten Gespräch bekommen Sie ein schriftliches Angebot.

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Ein Lernspiel für die Ausstellung, ein Guide fürs Museum, eine Fachanwendung fürs Amt: Schreiben Sie uns in ein paar Sätzen, worum es geht, für wen die App gedacht ist und bis wann sie stehen soll. Sie bekommen eine erste Einschätzung und einen Vorschlag für ein Gespräch.

info@kopfundstift.de

Ihr Ansprechpartner: Rafael Luge · Designer und Entwickler · Dresden

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