Leihgeräte haben trotzdem ihren Platz: Sie bieten den Rundgang auch Gästen ohne eigenes Smartphone. Dieselbe Web-App läuft dann auf den Tablets des Hauses genauso wie auf dem eigenen Telefon.
Leistung · Für Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten
Audioguide und Mediaguide fürs Museum
Eine Audioguide-App für Museen braucht heute keinen Download mehr. Wir entwickeln Mediaguides und Audioguides, die direkt im Browser laufen: Am Objekt scannen Besucherinnen und Besucher einen QR-Code oder tippen die Nummer ein und hören auf dem eigenen Smartphone, auf Wunsch auch ohne Netz.
01 Begriff
Was ist ein Audioguide, was ein Mediaguide?
Zwei Namen für eng verwandte Dinge. Der Unterschied liegt darin, was zum Ton dazukommt.
Ein Audioguide ist eine Führung zum Hören. Im Museum war das lange ein Leihgerät mit Kopfhörer: Man tippte die Nummer ein, die neben dem Objekt stand, und hörte den passenden Text. Ein Mediaguide macht dasselbe und ergänzt die Information zum Objekt um Bilder, Texte, Fragen oder eine Karte. Die Grenze ist fließend, viele Häuser sagen einfach Guide.
Die Audioguide-App auf dem eigenen Smartphone
Heute bringen die meisten Gäste ihr Gerät zum Besuch selbst mit. Eine Audioguide-App läuft auf dem eigenen Telefon, und das Museum muss keine Leihgeräte mehr laden, reinigen und ausgeben. Offen bleibt, wie die App aufs Telefon kommt: als Download aus dem App Store oder direkt im Browser.
Web-App statt Download
Unser Mediaguide Fadenlauf ist eine Web-App. Für die Gäste heißt das: QR-Code scannen, schon läuft die Station, ohne Installation, ohne Konto und ohne Speicherplatz zu belegen. Wer möchte, installiert den Guide trotzdem wie eine App auf dem Startbildschirm. Auf Wunsch speichert er Sprache und Ton für Räume ohne Netz.
02 Vergleich
Leihgerät, App aus dem Store oder Web-App?
Drei Wege, wie der Ton zu den Gästen kommt. Die Unterschiede zeigen sich am Einlass und bei jeder Änderung.
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Leihgerät
- Gerät
- Gehört dem Haus, wird an der Kasse ausgegeben, geladen und gereinigt.
- Zugang
- Nummer am Objekt eintippen, dazu ein Kopfhörer.
- Inhalte ändern
- Neue Texte und Aufnahmen müssen auf jedes Gerät.
- Ohne Netz
- Kein Thema, alles liegt auf dem Gerät.
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App aus dem Store
- Gerät
- Das eigene Smartphone der Gäste.
- Zugang
- Erst im App Store oder bei Google Play suchen und installieren, dann beginnt der Rundgang.
- Inhalte ändern
- Neue Fassungen der App gehen durch die Prüfung der App Stores.
- Ohne Netz
- Inhalte liegen nach dem Download auf dem Gerät.
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Wie Fadenlauf
Web-App
- Gerät
- Das eigene Smartphone, ein Tablet des Hauses oder ein Bildschirm an der Station.
- Zugang
- QR-Code scannen oder Nummer eintippen, ohne Installation und ohne Anmeldung.
- Inhalte ändern
- Freigegebene Texte sind nach dem Veröffentlichen sofort bei allen.
- Ohne Netz
- Auf Wunsch speichert der Guide eine Sprache samt Ton auf dem Gerät.
03 Einsatz
Ein Guide für alle Gäste
Ein Guide soll den Museumsbesuch für sehr verschiedene Menschen bereichern. Dafür braucht er mehr als eine Tonspur.
Für Gäste aus anderen Ländern
Fadenlauf gibt es auf Deutsch, Englisch, Polnisch und Tschechisch, alle Hörtexte sind vertont. Jahreszahlen und Daten spricht jede Stimme in der Form ihrer Sprache, im Polnischen sogar im richtigen Fall. Maschinelle Übersetzungen sind im Guide gekennzeichnet, bis Muttersprachlerinnen oder Muttersprachler sie geprüft haben.
Für alle, die es einfacher brauchen
Jede Station hat eine Fassung in Leichter Sprache mit eigener Aufnahme. Beim Schreiben hilft in der Redaktion eine Prüfhilfe nach den Regeln des Netzwerks Leichte Sprache. Bis eine Prüfgruppe die Texte abgenommen hat, steht das auch so am Text.
Für Kinder und Familien
Zu jeder Station gibt es eine eigene Kinderfassung, jeweils mit einer kleinen Aufgabe. So geht die Familie gemeinsam durch die Ausstellung, und jeder hört den Text, der zu ihm passt.
Für Menschen, die nicht sehen oder nicht hören
Jede Station hat eine Bildbeschreibung, die vom Überblick zu den Einzelheiten führt. Sie ist die Grundlage für eine Audiodeskription. Wer nicht hören kann, liest mit: Der Hörtext läuft als Text mit, der gerade gesprochene Satz ist markiert.
Für Räume ohne Netz
Dicke Mauern, ein Keller, ein Rundgang im Freien: Mit „Für offline speichern“ lädt Fadenlauf Texte, Bilder und Ton einer Sprache aufs Telefon. Der Ton spielt dann aus dem Speicher, auch auf dem iPhone.
04 Ablauf
So entsteht Ihr Audioguide
Wer einen Audioguide erstellen lässt, will vor allem Texte, die stimmen. So sind wir bei Fadenlauf vorgegangen.
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Recherche mit Quellen
Zu jeder Station sammeln wir Quellen und halten fest, was belegt, umstritten oder unklar ist. Legenden heißen im Guide auch Legenden.
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Texte in allen Fassungen
Derselbe Inhalt in jeder Form: Hörtext, Kurztext, Bildbeschreibung, Leichte Sprache, Kinderfassung und Antworten auf Fragen, die Gäste oft stellen.
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Prüfung gegen Primärquellen
Jede Station prüfen wir gegen Primärquellen. Die Quellen stehen bei der Station, damit jeder nachlesen kann.
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Freigabe durch Ihr Haus
In der Redaktion geben Sie jeden Text frei, bevor er live geht. Entwurf und Live-Fassung stehen nebeneinander, ein Wortvergleich zeigt jede Änderung.
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Übersetzung und Vertonung
Danach wird übersetzt und vertont. Eine Spracherkennung schreibt die Aufnahmen wieder ab. So fallen Wörter auf, die anders klingen als gemeint.
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Veröffentlichen
Ein Klick, und die freigegebenen Fassungen sind live. Aufnahmen, die nicht mehr zum Text passen, gehen nicht mit.
05 Leistungen
Was wir für Ihren Guide tun
Vom Rundgang bis zum Schild am Objekt, auf der Grundlage Ihrer Sammlung und Ihres Fachwissens.
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Konzept und Rundgang
Welche Stationen, in welcher Reihenfolge, für wen? Daraus entstehen der Rundgang, die Fassungen und die Länge der Hörtexte.
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Texte und Recherche
Ausstellungstexte, die man gern hört: kurz, anschaulich und gegen Quellen geprüft. Gern auf Grundlage Ihrer eigenen Texte und Kataloge.
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Vertonung und Produktion
Fadenlauf ist mit freien Computerstimmen vertont, die lokal laufen, ohne Cloud. Für die deutsche Hauptfassung empfehlen wir eine Sprecherin oder einen Sprecher. Der mitlaufende Text folgt dann der Aufnahme.
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Gestaltung und Programmierung
Große Bedienelemente, gut lesbare Schrift, helles und dunkles Farbschema. Schriftgröße, Kontrast und Bewegung stellt jeder selbst ein.
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Redaktion für Ihr Team
Ihr Team pflegt die Inhalte selbst: Status je Text und Sprache, Entwurf neben der Live-Fassung, Wortvergleich, Veröffentlichen und Vertonen per Klick.
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Medienstation und Schilder
Eine Medienstation für den Bildschirm im Raum, druckfertige Stationsschilder mit QR-Code und ein Drehbuch der Hörtexte als PDF.
06 Beispiel
Fadenlauf: ein Mediaguide zur Textilgeschichte
Acht Stationen, von der Weberstube in der Oberlausitz bis zum Carbonbeton aus Dresden.
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StartSprache und Fassung wählen, dann beginnt der Rundgang. -
StationJede Station als Standardtext, in Leichter Sprache und für Kinder, mit Bild und Quellen. -
HörtextDer Text läuft mit. Ein Tipp auf einen Satz springt im Ton genau dorthin.
Fadenlauf ist unsere Eigenentwicklung: ohne Auftraggeber als Arbeitsprobe für Museen entwickelt und öffentlich zu besuchen. Die Ausstellung ist ausgedacht, die Geschichte nicht: Jede Station ist gegen Primärquellen geprüft. „Frag das Objekt“ beantwortet Besucherfragen nur mit freigegebenen Texten und sagt es, wenn es keine Antwort weiß. Solche Fragen landen in der Redaktion, damit das Team die Antworten ergänzen kann.
Fadenlauf ansehen (fadenlauf.lichtbestand.de) Projekt Fadenlauf im Detail
07 Merkmale
Was ein Guide bei uns mitbringt
Gezeigt an Fadenlauf. Was Ihr Haus davon braucht, legen wir gemeinsam fest.
- Läuft im Browser, ohne Download und ohne Anmeldung
- Aufruf per QR-Code oder Nummer, wie beim klassischen Audioguide
- Hörtext mit mitlaufendem Text, Tempo einstellbar, Steuerung auch vom Sperrbildschirm
- Vier Sprachen, auf Deutsch zusätzlich Leichte Sprache und Kinderfassung: sechs Fassungen je Station
- Offline speichern für Räume ohne Netz
- „Frag das Objekt“ mit geprüften Antworten statt frei erzeugter Sätze
- Zählung ohne Kennung: Aufrufe, Hörquote je Station, Sprachen und Tageszeit
- Alle Inhalte in offenen Formaten, jederzeit als ZIP exportierbar
08 Technik
Die Technik dahinter
Schlanke, offene Technologie ohne Dienste Dritter. Am Beispiel Fadenlauf.
- Oberfläche
- HTML, CSS und JavaScript ohne Framework und ohne Build-Schritt
- Server
- Kleines Python-Backend mit der Standardbibliothek und SQLite für Zählung und Besucherfragen
- Ohne Netz
- Installierbare Web-App mit Service Worker. Einmal für offline gespeichert, spielt der Ton auch auf dem iPhone aus dem Speicher
- Vertonung
- Freie Computerstimmen (Piper), die lokal laufen, ohne Cloud und ohne Lizenzkosten
- Formate
- Texte als JSON, Audio als MP3 mit Satzzeiten, Bilder als WebP, Export als ZIP
- Betrieb
- Eigener Server in Deutschland: nginx mit HTTPS und strenger Content-Security-Policy
- Datenschutz
- Keine Cookies, keine Dienste Dritter, keine Zugriffsprotokolle mit IP-Adressen
- Prüfung
- Automatische Prüfung aller Ansichten mit axe-core, hell und dunkel, bei 320, 390 und 1366 Pixel Breite, ohne Befund
Was ist der Unterschied zwischen Audioguide und Mediaguide?
Ein Audioguide führt mit Ton durch eine Ausstellung, klassisch über ein Leihgerät mit Kopfhörer. Ein Mediaguide zeigt zusätzlich Bilder, Texte oder Karten. Unser Mediaguide Fadenlauf verbindet beides: Hörtext, mitlaufender Text, Bild, Quellen und Fragen zu jeder Station.
Audioguide-App oder Web-App?
Unsere drei Eigenentwicklungen sind Web-Apps. Für einen Guide hat das einen klaren Vorteil: Wer am Objekt den QR-Code scannt, hört sofort, ohne Download aus dem App Store und ohne Anmeldung. Installieren lässt sich der Guide trotzdem, und auf Wunsch speichert er Sprache und Ton für Räume ohne Netz. Ob Ihr Vorhaben eine App aus dem App Store braucht, klären wir im ersten Gespräch.
Wie starten die Gäste den Rundgang?
Den schnellsten Zugriff gibt der QR-Code am Objekt: Wer ihn mit der Kamera scannt, landet direkt in der Station, ohne Installation und ohne Anmeldung. Wer nicht scannen möchte, tippt die Stationsnummer ein. Fadenlauf bringt dafür druckfertige Stationsschilder mit QR-Code und einer Anleitung in vier Sprachen mit.
Brauchen die Gäste Kopfhörer?
Fadenlauf empfiehlt Kopfhörer schon auf dem Startbildschirm, damit es im Raum ruhig bleibt. Wer keine dabeihat oder nicht hören kann, liest mit: Der Hörtext läuft als Text mit, ein Tipp auf einen Satz springt im Ton genau dorthin.
Funktioniert der Guide ohne WLAN im Museum?
Ja. Mit „Für offline speichern“ lädt Fadenlauf Texte, Bilder und Ton einer Sprache auf das Telefon. Danach läuft der Rundgang ohne Netz, auch auf dem iPhone. Nur zum ersten Laden braucht es eine Verbindung.
Kann unser Team die Texte selbst ändern?
Ja. In der Redaktion hat jeder Text einen Status je Sprache. Ein geänderter Text bleibt als Entwurf neben der Live-Fassung stehen, bis Sie ihn freigeben. Veröffentlichen und Vertonen gehen per Klick.
Kann ein Audioguide barrierefrei sein?
Ja. Wir bauen mit dem Ziel WCAG 2.2 AA. Fadenlauf hat eine Fassung in Leichter Sprache, einen mitlaufenden Text und zu jeder Station eine Bildbeschreibung als Grundlage für eine Audiodeskription. Der Guide lässt sich per Tastatur bedienen, Schriftgröße, Kontrast und Bewegung stellt jeder selbst ein.
Was kostet ein Audioguide?
Das hängt vor allem von der Zahl der Stationen ab, von Sprachen und Fassungen, von der Vertonung mit Computerstimme oder Sprecherin und davon, ob eine Medienstation dazugehört. Was die Kosten treibt, erklären wir auf der Seite App entwickeln lassen. Nach dem ersten Gespräch bekommen Sie ein schriftliches Angebot.
Weiterlesen
Passt dazu
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App entwickeln lassen
Ablauf, Kosten, Web-App oder App aus dem App Store und was nach dem Start kommt.
Zur Seite App entwickeln lassen -
Barrierefreie Apps
Wie wir mit dem Ziel WCAG 2.2 AA bauen und prüfen, damit möglichst alle Gäste den Guide nutzen können.
Zur Seite Barrierefreie Apps -
Progressive Web Apps
Wie ein Guide als Web-App auf den Startbildschirm kommt und Rundgänge auch in Räumen ohne Netz laufen.
Zur Seite Progressive Web Apps
Kontakt
Ein Projekt im Kopf? Schreiben Sie uns.
Ein Lernspiel für die Ausstellung, ein Guide fürs Museum, eine Fachanwendung fürs Amt: Schreiben Sie uns in ein paar Sätzen, worum es geht, für wen die App gedacht ist und bis wann sie stehen soll. Sie bekommen eine erste Einschätzung und einen Vorschlag für ein Gespräch.
Ihr Ansprechpartner: Rafael Luge · Designer und Entwickler · Dresden
Sie brauchen eine Website? Die bauen wir mit unserer Agentur Kopf & Stift.