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Projekt · WebGIS Eigenentwicklung Stadt und Auftrag ausgedacht

Wegwarte

Eine WebGIS-Fachanwendung, in der eine Stadt Hinweise zum Radverkehr annimmt, bearbeitet und öffentlich beantwortet. Konzept, Gestaltung, Datenmodell und Umsetzung kommen von uns. Die Stadt Auenfeld und der Auftrag sind ausgedacht.

Live ansehen: Wegwarte wegwarte.lichtbestand.de

Wegwarte auf dem Handy: Karte der ausgedachten Stadt Auenfeld mit gebündelten Hinweisen Wegwarte auf dem Handy: Hinweis melden, Schritt 1 von 5, der Ort kommt von der Karte Wegwarte auf dem Handy: ein Hinweis mit Vorgangsnummer und Verlauf
  • OGC-Tests ohne Fehler 1.918
  • Rollen 5
  • Zustände 10
  • Meldung ohne Konto

Eigenentwicklung, Stadt und Auftrag ausgedacht

Auenfeld, die Hochschule, das Reallabor UMSTIEG, alle Ämter, Personen und Daten in Wegwarte sind erfunden. Es gab keinen Auftrag, keine Abnahme und keinen Auftraggeber. Gebaut ist die Anwendung trotzdem so, wie wir sie für eine echte Stadt bauen würden. Sie ist eine Arbeitsprobe und keine Referenz.

01 Aufgabe

Hinweise zum Radverkehr, die nicht im Postfach versanden

Gedacht war es so: Die Stadt Auenfeld und die Hochschule Auenfeld begleiten gemeinsam ein Reallabor zum Radverkehr. Bisher kamen Hinweise der Bevölkerung per E-Mail und über eine einfache Beteiligungskarte. Sie landeten in Postfächern und ließen sich nicht auswerten.

Gebraucht wurde eine Webanwendung, die Hinweise barrierefrei annimmt: ohne Konto, mit Foto, auf der Karte oder per Adresse. Die Moderation sollte Hinweise prüfen, schwärzen und an das zuständige Amt weitergeben. Öffentlich sollte sichtbar sein, was daraus geworden ist. Dazu kamen ein Kataster für Maßnahmen, alle Daten nach offenen Standards und Vorher-nachher-Auswertungen für das Forschungsteam.

Das ist eine Fachanwendung und keine Website mit Formular. Sie braucht Rollen, Fristen, einen festen Ablauf und Datenschutz mitten im Vorgang.

02 Lösung

Eine Karte für alle, ein Arbeitsplatz für das Amt

Öffentlich meldet man in fünf Schritten. Intern arbeiten fünf Rollen mit eigenen Rechten.

  1. Melden

    Ohne Konto, auf der Karte oder per Adresse, gern mit Foto. Die meldende Person bekommt einen persönlichen Link, um den Stand zu verfolgen oder den Hinweis zurückzuziehen.

  2. Prüfen und schwärzen

    Fotos verlieren beim Hochladen alle Metadaten. Namen, Telefonnummern, Kennzeichen und Anschriften markiert die Anwendung, die Moderation schwärzt sie mit einem Klick.

  3. Weitergeben

    Ein Fachamt sieht nur die Hinweise, für die es zuständig ist, und erst nach der Moderation. Eine Fristenampel zählt in Werktagen.

  4. Beantworten

    Der Hinweis durchläuft zehn Zustände. Server und Datenbank erzwingen den Ablauf gleichermaßen, ein Sprung über Stufen ist nicht möglich. Öffentlich sieht man, was aus dem Hinweis geworden ist.

  5. Auswerten

    Das Forschungsteam bekommt Vorher-nachher-Auswertungen rund um jede Maßnahme. Alle Daten gibt es offen nach OGC-Standard, als GeoPackage und direkt für QGIS.

Neben der Karte steht eine gleichwertige Liste, denn nicht jeder kann oder will eine Karte bedienen. Die Karte lässt sich mit der Tastatur bedienen. Jede Änderung landet in einem Protokoll, dessen Einträge wie Kettenglieder aneinanderhängen (Hash-Kette). Wird ein Eintrag nachträglich direkt in der Datenbank verändert, zeigt die Prüfung die Stelle. Eine eingebaute Vorführung macht genau das vor.

Eine E-Mail-Adresse ist freiwillig und wird erst nach doppelter Bestätigung genutzt. 30 Tage nach Abschluss wird sie gelöscht.

03 Auf dem Handy

Karte, Hinweis, Meldung

Die öffentliche Seite ist für das Telefon gebaut: Karte oben, Inhalte als Blatt am unteren Rand, der Knopf zum Melden immer in Reichweite.

  • Startseite von Wegwarte: unter der Stadtkarte die Frage „Wo hakt es auf dem Rad?“ und zwei Zahlen, 630 veröffentlichte Hinweise und 322 umgesetzt oder beantwortet.
    KarteDie Hinweise erscheinen als Bündel, daneben Suche, Filter und ein gut erreichbarer Knopf „Melden“. Oben steht auf jedem Bildschirm „Musterprojekt (fiktiv)“.
  • Hinweis WW-2026-00237 zur Beleuchtung an der Bahnhofstraße, Stand „Veröffentlicht“, darunter der Satz „Veröffentlicht und an das zuständige Amt weitergegeben“.
    HinweisJeder Hinweis zeigt seinen Weg: gemeldet, veröffentlicht, in Arbeit, erledigt.
  • Erster Schritt „Wo ist es?“: eine gelbe Nadel auf der Karte, darunter die Ortsangabe „Rosengasse, Altstadt“ und der Knopf „Diesen Ort nehmen“.
    MeldenMelden in fünf Schritten, ohne Konto. Der Ort kommt von der Karte oder aus einer Adresse.

04 Leistungen und Technik

Was drinsteckt

Leistungen
Konzept · Gestaltung · Datenmodell · Webentwicklung · WebGIS · Barrierefreiheit · Datenschutzkonzept · Betrieb
Daten
PostgreSQL mit PostGIS, Statusablauf und Rechte in der Datenbank mitgesichert
Server
Schlanker Python-Server, die Oberfläche ohne Build-Schritt
Karte
OpenLayers im Bezugssystem ETRS89 / UTM 33N, Layerbaum mit Legende, Sachdatenabfrage, Suche, Filter, Messen und Druck in A4 und A3 mit Maßstab und Nordpfeil
Offene Daten
OGC API Features (Teil 1 und 2) mit 17 Sammlungen, GeoPackage, GeoJSON, CSV, OpenAPI, Datenbankrollen für QGIS
Kataster
Objektarten als JSON-Schema, daraus entstehen Formulare und QGIS-Sichten; Import aus CSV und GeoJSON mit Prüfprotokoll
Rollen
Moderation, Fachamt, Projektleitung, Wissenschaft und Administration, mit Rechte-Matrix für jede Route
Betrieb
Eigener, von uns verwalteter Server bei netcup in Deutschland. Die öffentliche Karte ist frei erreichbar, die interne Sachbearbeitung ist geschützt (Anmeldung mit zweitem Faktor) und wird auf Anfrage vorgeführt.

05 Geprüft

Prüfergebnisse

Was wir belegen können und was nicht.

OGC-Testsuite
Wegwarte besteht die offizielle Testsuite zu OGC API Features 1.0 (Teil 1) mit 1.918 Tests ohne Fehler. Wir haben sie selbst ausgeführt, eine Zertifizierung ist das nicht.
GeoPackage
7 von 7 Exporten bestehen den Prüfer von GDAL. GDAL liest alle 17 Sammlungen der Schnittstelle.
Barrierefreiheit
Ziel ist WCAG 2.2 AA. Die automatische Prüfung mit axe-core läuft in 142 Prüfläufen ohne Befund, öffentlich und intern, hell und dunkel. Dazu kommt eine Selbstbewertung: Sie stuft Wegwarte als teilweise barrierefrei ein. Einen BITV-Test durch eine Prüfstelle ersetzt sie nicht. Mit Screenreadern haben wir nicht getestet.
Datenschutz
Im öffentlichen Teil keine Cookies, die interne Anmeldung nutzt ein Sitzungs-Cookie. Kontaktdaten nur freiwillig, genutzt erst nach doppelter Bestätigung, gelöscht 30 Tage nach Abschluss.
Eigene Tests
20 Einheitentests und 24 Schnittstellentests ohne Fehler, unter anderem Statusmodell mit jedem Übergang und jeder Rolle, Rechte-Matrix, Fotos ohne Metadaten.
Grenzen
Daten synthetisch, kein Mailversand (Bestätigungen landen im Postausgang der Anwendung), nur Deutsch, kein Lasttest und kein Penetrationstest durch Dritte. Leichte Sprache hat keine Prüfgruppe abgenommen.

Schnittstelle, Daten und Prüfungen können Sie in der Anwendung selbst nachsehen:

Schnittstelle live ansehen: Wegwarte OpenAPI-Beschreibung (JSON) von Wegwarte Offene Daten von Wegwarte Technik und Qualität von Wegwarte

Weiter

Eine Fachanwendung für Ihre Verwaltung?

Wegwarte zeigt, wie wir Fachanwendungen mit Karte bauen und wie ein Mängelmelder für eine Kommune aussehen kann. Die Leistungsseiten erklären, was wir dafür tun.

Kontakt

Ein Projekt im Kopf? Schreiben Sie uns.

Ein Lernspiel für die Ausstellung, ein Guide fürs Museum, eine Fachanwendung fürs Amt: Schreiben Sie uns in ein paar Sätzen, worum es geht, für wen die App gedacht ist und bis wann sie stehen soll. Sie bekommen eine erste Einschätzung und einen Vorschlag für ein Gespräch.

info@kopfundstift.de

Ihr Ansprechpartner: Rafael Luge · Designer und Entwickler · Dresden

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